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Nasch-Obst im Schulgarten

Schüler der Heinrich-Roth-Gesamtschule setzen Pflanzen ein

Hoffen auf eine Ernte noch in diesem Jahr: Dicht am Zaun ihres Schulgartens pflanzten Schüler der Heinrich-Roth-Gesamtschule mit ihren Lehrerinnen Judith Dönicke und Melanie Otto unter anderem Holunder, Himbeer-, Brombeer-, Stachelbeer- und Johannisbeersträucher ein. Die Pflanzerde wurde spendiert. © Jürgen Dumnitz

 

Bodenfelde – Die 2022 als „Internationale Nachhaltigkeitsschule/Umweltschule in Europa“ ausgezeichnete Heinrich-Roth-Gesamtschule Bodenfelde will das Projekt Schulgarten weiter voranbringen. Jetzt haben Schüler des sechsten Jahrgangs Obstbäume und Beerensträucher angepflanzt.

Die beiden betreuenden Lehrerinnen Judith Dönicke und Melanie Otto haben das Projekt „Nasch-Obst im Schulgarten“ genannt und hoffen, dass die Neuanpflanzungen noch in diesem Jahr die ersten Früchte tragen.

Vor dem Einsetzen: Sarah Spiess (links) gab den Schülern Anleitung zum Pflegeschnitt der sieben Jahre alten Obstbäume, die jetzt im Schulgarten wachsen sollen. © Jürgen Dumnitz

 

Wegen der Nachhaltigkeit hat das Bodenfelder Unternehmen Pro Fagus die Aktion mit 800 Euro gefördert. Beratung zur Pflanzenauswahl gab es von der Lippoldsberger Baumschule Spiess, die zudem Pflanzerde spendierte und einen Birnbaum, eine Süßkirsche, einen Zwetschgenbaum sowie einen Holunder, zehn Himbeer-, zwei Brombeer-, vier Johannisbeer- und zwei Stachelbeerbüsche anlieferte. Bei der Pflanzaktion am Montag half Geschäftsführerin Sarah Spiess den Schülern noch beim Pflegeschnitt der etwa sechs- bis siebenjährigen Obstbäume.

Es sei wichtig, die Äste der Bäume beim Anpflanzen zu kürzen, damit der Baum auch genug Kraft hat, Wurzeln zu bilden, über die Wasser aufgenommen wird. Eingeschlagen wurden auch Pfosten als Stützen für die Obstbäume.

Die Löcher für die Wurzelballen hatte der ehemalige IGS-Schüler Patrick Meyer aus Lippoldsberg bereits am Wochenende mit seinem Minibagger ausgehoben, freute sich Judith Dönicke.

Im Schulgarten engagieren sich die Jugendlichen aller Altersstufen. Beim Anpflanzen halfen Schüler des 6. Jahrgangs, die mit Spaten Löcher vorbereiteten und später den Boden wieder verdichteten und alle Pflanzen angossen.

Schüler des 8. und 9. Jahrgangs hatten zuvor bereits die Beete und Stellen fürs Anpflanzen freigeräumt und beispielsweise auch Grassoden ausgestochen. Jungen und Mädchen des 5. Jahrgangs stellten zudem im Fachunterricht (AWT) und mit Hilfe von Lehrer Ismail Kaya die Beetrahmungen auf. Die Standorte für die Beerensträucher seien so gewählt worden, dass die Schüler quasi zum Nachen und Probieren nur über den Zaun greifen müssten, sagte Melanie Otto.

Weil die Gesamtschule dieses Jahr das 50-jährige Bestehen feiern will, wolle man auch an anderen Stellen des Schulgartens direkt hinterm Schulhaus aktiv werden, hieß es. Da ist als Projektarbeit mit Schülern vor fast 20 Jahren ein Teich angelegt worden, der wieder auf Vordermann gebracht werden könne, und auch die Bienen-AG der Gesamtschule werde sich wieder mit dem Bienenvolk auf dem Gelände und dem Thema Honig beschäftigen.