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Café Beruf 2021 – „Berufsbörse – modern und zeitgemäß“

Bodenfelder Gesamtschule mit neuen Ideen organisiert
die Berufsbörse online

„Trotz Corona-Pandemie ist die berufliche Orientierung an unserer Schule möglich!“ Dies schrieb sich Ismail Kaya, AWT-Fachlehrer  und Verantwortlicher für Berufsorientierung auf seine Fahnen. Und folglich organisierte er für seine Heinrich-Roth-Gesamtschule (IGS) Bodenfelde vom 18. – 22. Januar 2021 das „Café Beruf 2021“ als einen weiteren Baustein im schulischen Konzept der Berufsvorbereitung.

Zum Ende ihrer Schulzeit bewegen die Neunt- und Zehntklässler zunehmend die Fragen: „Was kommt nach der Schule? Ausbildung, Abitur, FSJ oder FÖJ? In welchen Berufen kann ich meine Interessen, Fähigkeiten und Fertigkeiten einbringen und ausbauen? Womit kann ich mich identifizieren? Wie sieht mein Berufsalltag aus? Welche Schwierigkeiten könnte ich in der Ausbildung haben?“ Viele Fragen bleiben oft unbeantwortet, sind aber bei der Auswahl des weiteren Werdegangs ebenso wichtig wie die erreichten Abschlussqualifizierungen.

Die Lehrkräfte der Bodenfelder Gesamtschule sind sich einig. Sie wollen ihren interessierten Neunt- und Zehntklässlern die Gelegenheit geben, mit Profis aus der Wirtschaft über diese Fragen zu sprechen, sich zu informieren und sogar neue, spannende Berufsfelder zu entdecken, um ihre Zukunft zielorientiert planen zu können.

Die sehr unterschiedlichen Arbeitsbedingungen und vielfältigen Einstiegsmöglichkeiten in das Berufs- und Studienleben motivierten die Lehrkräfte, im September 2020 erstmals eine Berufs- und Studienbörse – „Café Beruf“ – mit Workshops an der Heinrich-Roth-Gesamtschule (IGS) in Bodenfelde anzubieten. Jedoch mussten überwiegend alle Veranstaltungen der Berufsorientierung, das Betriebspraktikum sowie das Café Beruf aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden.

Und so realisierte Kaya in Zusammenarbeit mit den Betrieben – Fleischerei Otte (Uslar/Schönhagen), Polizei Niedersachsen (Uslar/Göttingen), Bundeswehr (Göttingen), SMA Solar Technology (Niestetal-Sandershausen / Kassel), proFagus GmbH (Bodenfelde), EAM GmbH & Co. KG (Baunatal), Piller Blowers & Compressors GmbH (Moringen), Demag Cranes AG (Wetter/Uslar), Johanniter (Uslar) und der BBS 2 Göttingen diese online gestützte Berufsbörse.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Informationsaustausch zwischen Lernenden und den Vertretern und Auszubildenden der Betriebe. Täglich nahmen immer zwei Unternehmen oder Schulen teil und informierten die Lernenden über ihre Ausbildungsangebote, Zugangsvoraussetzungen und über mögliche Aufstiegschancen in den Betrieben. Ebenfalls beleuchteten die Betriebe die vielfältigen Facetten an Beispielen verschiedener Ausbildungsbranchen.

Gerade, weil die Veranstaltung auf freiwilliger Basis und online stattfand, gab es einen sehr großen Zuspruch bei der Schülerschaft. Lebendige Interaktionen mit vielen Fragen waren die Folge, sodass die Teilnehmenden den Zeitrahmen oftmals überschritten. Leonie Schulte (9b) betonte: „Ich fand das Café Beruf interessant. Es hat Spaß gemacht, so einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Arbeitswelten zu bekommen.“

Als ein Highlight der Veranstaltung bot Daniel Otte von der Fleischerei Otte Schönhagen den Lernenden eine Online-Besichtigung seines Betriebes und stellte die Produktion von Bratwürsten vom Fleisch bis zur Wurst vor. Dabei erläuterte er begeistert das Metzgerhandwerk, die Unfallverhütungsvorschriften und erklärte anschaulich, welche persönlichen Eigenschaften ein Metzger für das Handwerk mitbringen muss. „Als Erstes muss die Begeisterung für den Beruf da sein, dann entsprechender Fleiß in der Ausbildung und letztendlich immer wieder die Neugier, dazuzulernen –dann stimmt das Produkt und schmeckt die Wurst“, gab Otte den Schülern mit auf den Weg.

Weiterhin unterstrich Otte: „Das Fleischerhandwerk gehört mit zu den ältesten Gewerken der Welt und bedarf eines hohen Wissens und Geschicks. Es bildet die Grundlage für viele andere Tätigkeiten in der Lebensmittelbranche und bewirkt nebenbei ein einzigartiges Gefühl: ‚Handwerkliche Kreativität macht glücklich!’“

Lobend äußerte sich Jolina Jakobi (9b) zur Veranstaltung: „Ich finde, dass das Café Beruf eine gute Alternative in dieser besonderen Coronazeit ist, weil man so trotzdem etwas über die Berufe erfährt. Und man kann sich so besser vorstellen, was man später machen will, anstatt zuhause zu sitzen und zu spät Informationen zu sammeln.“

Auch Florian Reschke, Ansprechpartner für Prävention beim Polizeikommissariat Uslar, dankte den Veranstaltern: “Wir als Polizei sind froh, dass wir auch über alternative und für uns noch neue Wege Nachwuchswerbung betreiben können. Wir haben zwar viel zu bieten, doch müssen wir auch irgendwie die jungen Menschen erreichen. Schön, dass es Schulen wie die IGS Bodenfelde gibt, die kreativ werden und ihren Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten bieten, Einblicke in verschiedene Berufe zu bekommen.”

Ebenso positiv äußerte sich Uwe Belz, Geschäftsführer der proFagus GmbH, über die aus seiner Sicht professionelle Vorbereitung als auch ihre Durchführung der Veranstaltung: “Die genutzte Plattform war nach wenigen Minuten sehr gut nutzbar, und wenn auch während der Präsentation die Lernenden nicht direkt erlebbar waren, so haben wir mit großem Vergnügen in dem Chatbereichen die Qualität und Menge an Fragen und die Beteiligung der Lernenden wahrgenommen.”

Obgleich eine Menge zu organisieren gewesen sei, habe es bei allen Betrieben ein großes Entgegenkommen und ein hohes Maß an Flexibilität gegeben, resümierte Kaya. Unterstützend komme laut Kaya hinzu, dass die Bodenfelder Gesamtschule zwar ländlich gelegen, aber technisch und digital sehr gut aufgestellt sei. Die in drei Räumen parallel aufgerufenen Videokonferenzen liefen durchweg störungsfrei. Dies sei nicht selbstverständlich und nur durch die enge Zusammenarbeit von Schulleitung und Kollegium beim ständigen Ausbau und der Modernisierung digitaler Medien möglich.

Franziska Schneider, verantwortlich für die Aus- und Weiterbildung bei der EAM GmbH & Co. KG, äußerte sich ebenfalls fasziniert über den sehr erfolgreichen und interessanten Austausch. Für ihr Unternehmen sei es zurzeit schwer, die eigenen Ausbildungs- und Dualen Studienmöglichkeiten zu präsentieren und folglich Schüler für eine Ausbildung bzw. Duales Studium zu interessieren: „Für mich war es heute die erste Berufsinformationsveranstaltung im digitalen Format und ich war begeistert, wie gut der Austausch zwischen den Schülern und uns funktioniert hat. Die Gesamtschüler haben sehr gute und ehrliche Fragen über die Chatfunktion gestellt und ich freue mich auf weitere derartige Veranstaltungen zur aktuellen Zeit.“

Sowohl Ismail Kaya als auch Schulleiter Andreas Heinrich danken auf diesem Wege allen Betrieben ganz herzlich im Namen der begeisterten Gesamtschüler und Lehrkräfte für die tolle Zusammenarbeit und die Bereitschaft, sich den Neunt- und Zehntklässlern zu präsentieren und freuen sich auf die weitere Kooperation im laufenden Schuljahr.