Noch ist das Schuljahr nicht zu Ende. Das wissen gerade auch die Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgangs. Und bevor sich die Zehntklässler in den Tagen vor Pfingsten noch einmal voll und ganz auf die mündlichen Abschlussprüfungen konzentrierten und schließlich ihre Entlassfeier zur feierlichen Zeugnisübergabe vorbereiten werden, hatte man sich vom 22. bis zum 24. Mai zu einer Studienfahrt in die deutsche Hauptstadt Berlin auf den Weg gemacht.

Neben der Abschlussfahrt nach London zum Beginn des 10. Schuljahres, welche nun schon seit Jahrzehnten Tradition an der IGS ist, gibt es zum Ende des Schuljahres oftmals noch den Wunsch, vor dem Ende der gemeinsamen Schulzeit, klassenweise oder auch mit allen Schülerinnen und Schüler im Jahrgang ein letztes Mal gemeinsam eine Aktivität abseits des Schulalltages zu erleben.

Nach den tollen Erfahrungen in der Metropole London wurde nun überlegt, auf welches attraktive gemeinsame Ziel man sich im Jahrgang verständigen könnte. Neben anderen möglichen Orten und Aktivitäten kristallisierte sich schnell die deutsche Hauptstadt als eine Option heraus, die von einer übergroßen Mehrheit aller drei 10. Klassen befürwortet wurde. Gemeinsam mit der Jahrgangsleiterin Elisa Neusel setzten sich die Schüler zusammen, um sowohl einen geeigneten Termin im dicht gesteckten Terminplan während der letzten Schulwochen, als auch eine geeignete Unterkunft zu finden und mögliche Programmpunkte des Berlin-Aufenthalts zu planen.

Schließlich war es dann soweit. 52 Schülerinnen und Schüler der drei 10. Klassen starteten gemeinsam mit den Lehrkräften Elisa Neusel, Petra Schuchart, Hagen Schweitzer und Andreas Heinrich mit dem gecharterten Reisebus nach Berlin. Dort erlebten alle ein dreitägiges Kultur- und Freizeitprogramm, bei dem für jeden etwas Spannendes dabei sein sollte. Untergebracht in einem Hostel in Berlin Mitte war es von dort aus problemlos möglich, in einer viertel Stunde auch zu Fuß das Berliner Zentrum am Spreeufer zu erreichen.

Bereits am Nachmittag des Ankunftstages stand dann auch gleich, noch bei etwas kühlerem Wetter, ein gemeinsamer Besuch des Brandenburger Tores und des Regierungsviertels rund um den Reichstag und das Bundeskanzleramt auf dem Besuchsprogramm. Am frühen Abend war für alle ein Besuch des Reichstagsgebäudes mit Dachterrasse und Kuppel gebucht.

Am Donnerstag schließlich führte eine ausführliche Stadtrundfahrt durch die spannende Geschichte Berlins, vorbei an den bedeutenden Sehenswürdigkeiten im Osten und Westen der ehemals geteilten Stadt. Bei sonnigem Wetter wurde die Bustour immer wieder unterbrochen um einige kurze Abschnitte zu Fuß zu erkunden. Wichtige Stationen waren hier die East Side Gallery an den Mauerresten und die beeindruckende Holocaust Gedenkstätte. Der erfahrenen Stadtführerin gelang es immer wieder, die Aufmerksamkeit auch auf die weniger offensichtlichen Besonderheiten unserer Hauptstadt zu lenken.

Am letzten Reisetag stand schließlich noch ein Besuch der Gedenkstätte Hohenschönhausen auf dem Programm, ein Rundgang in den Gebäuden des einstigen Stasi-Gefängnisses, welcher bedrückende Einblicke in die Geschichte der deutschen Teilung hinterließ.

Neben dem offiziellen Programm blieb an allen Tagen natürlich noch genügend Zeit für eigene Erkundungen rund um Alexanderplatz und Fernsehturm, bei denen natürlich für viele das Probieren der berühmten Berliner-Currywurst nicht fehlen durfte.

Am Ende waren sich alle einig, dass die Studienfahrt ein voller Erfolg gewesen ist!