„Unsere Schüler breitgefächert zu bilden und auf die Berufswelt vorzubereiten, dies sind wichtige Ziele unseres Unterrichts.“ Mit diesen Worten begrüßte Andreas Heinrich am Donnerstag, dem 28. März 2019 herzlich seine Gäste. „Um dies umzusetzen, organisieren wir u. a. verschiedene Betriebsbesichtigungen und das dreiwöchige Praktikum im neunten Jahrgang. Aber auch SchulBetriebs-Lernpartnerschaften sind ein weiterer wichtiger Baustein im Unterrichtskonzept der IGS. Durch diese Partnerschaften erhalten unsere Schüler direkten Kontakt zu interessanten Unternehmen und orientieren sich frühzeitig in der Berufswelt“, führte Herr Heinrich weiter aus.

Um die neue, nunmehr dritte Partnerschaft der Heinrich-Roth-Gesamtschule mit der proFagus GmbH Bodenfelde zu ratifizieren, waren u. a. Astrid Klinkert-Kittel, Landrätin des Landkreises Northeim, Anna Wucherpfennig von der Bildungsregion Südniedersachsen e.V., Mirko von Pietrowski, Bürgermeister des Fleckens Bodenfelde sowie die Vertreter der proFagus GmbH, Thomas Bierwirth und Bernward Wosnitza, erschienen.

Neben dem bisherigen Partnern Demag Cranes & Components GmbH, bei der in dem Fach Arbeit-Wirtschaft-Technik hauptsächlich der Bau von Mini-Motoren sowie im Fach Kunst die Fotografie und Zeichnungen von Stillleben thematisiert werden, und der Nachbarschaftshilfe Bodenfelde e.V., die im sozialen Bereich tätig ist und den Schülern im Nachmittagsunterricht den begleitenden Dienst vorstellt, stehen bei der Partnerschaft mit der proFagus GmbH naturwissenschaftliche Themen und chemische Prozesse im Vordergrund.

Bei einer ersten Betriebsbesichtigung werden die Gesamtschüler über das Unternehmen, die Unternehmensstruktur und die dort vorhandenen Berufe informiert. Ebenso werden die Arbeits- und Ausbildungsplätze vorgestellt und die in der Produktion ablaufenden chemischen Prozesse gezeigt und vereinfachend erklärt.

Mitarbeiter des Unternehmens erläutern anschließend im Unterricht verschiedene Themen wie Kohlenstoffkreislauf, technische Stoffströme und Nachhaltigkeit.

Woher die im Betrieb benötigten Rohstoffe kommen, wie sie verarbeitet werden, welche Rückstände entstehen und diese verwertet werden, wie das Unternehmen die Umwelt schont und zugleich ökonomisch produziert, sind weitere Themen im Unterricht.

Zudem begleitet und unterstützt die proFagus GmbH die Schüler beim Bewerbungstraining. Hierfür stellt das Unternehmen vier reale Stellenausschreibungen für Ausbildungsplätze zur Verfügung, für die die Schüler dann eine realistische Bewerbung verfassen. Mitarbeiter besprechen nachfolgend mit den Schülern die Bewerbungen und führen anschließend Bewerbungsgespräche mit ihnen durch.

In ihren Beiträgen wiesen sowohl Klinkert-Kittel als auch Bierwirth, Wosnitza und Heinrich auf die zunehmende Bedeutung der Kooperation zwischen Schule und Industrie hin. Lediglich theoretisches Lernen in der Schule reiche nicht mehr aus. Mit praktischem Erleben ließen sich Erkenntnisse eher erkennen und vertiefen.

Begleitet vom Beifall der Schüler unterzeichneten die vier Vertreter abschließend den Kooperationsvertrag und wünschten allen Beteiligten gutes Gelingen.