„Wahnsinn, wie die Menschen mit Behinderung in ihrem Alltag klarkommen müssen und können.“- Das war das Fazit der Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrgangs, die zusammen mit ihren Lehrerinnen Maren Götz, Vanessa Feilke, Elisa Neusel und Debora Urbat einen Projekttag zum Thema “Leben mit Behinderung” veranstalteten.

Auslöser war eine Lektüre im Deutschunterricht, die sich mit dem Thema Autismus beschäftigt.

Beeindruckend fanden die Klassenlehrerinnen, wie viele Erfahrungen und Kenntnisse die Schüler zu dem Thema zusammentragen konnten.

Dann aber durften alle praktisch erproben, wie es sich anfühlt, wenn man blind oder taub ist oder Gliedmaßen fehlen. Die Stationen bestanden aus einem Riech-Memory, bei dem nicht alle Gerüche angenehm waren sowie einem Hör-Memory. Der Tastsinn wurde an Gegenständen des Alltags wie Obst, Gemüse, Cremes und Ähnlichem geschult. Das Schwerste war laut Schülern das Ertasten von Münzen.

Mit verbundenen Augen mussten sich die Schülerinnen und Schüler im Schulgebäude bewegen, natürlich nicht ohne Begleitung. „Ich musste ganz schön Vertrauen zu meinem Partner haben“, sagten viele. Es zeigte sich auch, dass auch das Helfen gar nicht so einfach war, denn kleine Kollisionen blieben nicht aus. Das Zubinden der Schule mit nur einer Hand war für einige Schüler noch eine fast unlösbare Aufgabe, aber andere waren stolz darauf, es geschafft zu haben.

Zum Abschluss dieses interessanten Projekttages gab es den Film „Wunder“ zu sehen, in dem es um einen Jungen geht, der mit Gesichtsdeformationen auf die Welt gekommen ist und dann zum ersten Mal in die Schule, in die fünfte Klasse, kommt. Dieser Film schloss den Kreis zu der Lektüre, wie die Schülerinnen und Schüler in der Nachbesprechung zeigten.