P1070207Es ist soweit: Donnerstag, 30. Mai 2013, vierter „Tag der offenen Tür“ an der Heinrich-Roth-Gesamtschule in Bodenfelde. Die Türen öffnen sich und die bereits wartenden Gäste treten ein. Schulleiter Michael Jaritz begrüßt die Anwesenden. Und diese horchen auf. Der Schulleiter lädt die Gäste ein, in die „Bahn Gesamtschule“ einzusteigen, Platz zu nehmen und sich bestens unterhalten zu lassen. Und wie auf einer Fahrt quer durch unser Land wird den Reisenden eine unterhaltsame Mischung verschiedenster Aktivitäten geboten.Schülergruppen musizieren und singen kraftvoll unter der Leitung von Nina Brieskorn und Eugen Beidinger, u. a. „Hall of Fame“, „Leb deine Träume“ und „Oye, como va“ auf Spanisch. Im Bereich Arbeit-Wirtschaft-Technik bei Andreas Heinrich lassen sich Schüler ihren Namen in Legosteine fräsen, während sie in den Naturwissenschaften Kleinstlebewesen mikroskopieren. „Ihr müsst nur einmal kräftig klatschen“, fordert Reinhard Papesch seine Besucher auf. Und es klappt tatsächlich. Die Schüler klatschen und die kleine Roboterspinne bewegt sich und läuft davon.

„Das soll ein Sprachlabor sein?“, staunen die Besucher im Multimedia Language Lab bei Bodo Kessemeier. „Zu meiner Zeit sah das noch ganz anders aus.“ Über den seit vielen Jahren reibungslos funktionierenden Austausch mit den Partnerschulen in Utah (USA), organisiert von Ruth Mudrow und Michael Panchyrz, informieren Schüler aus dem neunten und zehnten Jahrgang. Sie freuen sich darauf, ihre Gastschüler am Sonntag in Frankfurt zum Gegenbesuch zu begrüßen: „Das werden drei herrliche Wochen. Wir werden viel unternehmen, reisen und wenn dann noch Zeit bleibt, auch einmal in die Schule gehen.“

Der Schulleiter begrüßt außerdem herzlich die Betreuer aus dem Betriebspraktikum des neunten Jahrganges. Er dankte ihnen für die enge Zusammenarbeit, die es den Schülern ermöglicht, einen Einblick in die Arbeitswelt und somit in den „Ernst des Lebens“ zu erhalten. Ihre Erfahrungen hatten die Neuntklässler zuvor bereits dem nachrückenden Jahrgang weitergegeben und dabei auch über Schwierigkeiten sowie „unerwartete“ Anforderungen berichtet: „So ein Arbeitstag von 7 – 15 Uhr schlaucht viel mehr als ein langer Schultag.“

Der wichtigste Waggon auf einer Zugfahrt ist ja der Speisewagen. Und so empfiehlt der Schulleiter den Gästen, unbedingt in der Mensa und in der Schulküche vorbeizuschauen. Hier sorgen die Eltern des Fördervereins sowie Sylvia Gent-Heinrich und Katharina Lenck für eine perfekte Rundumversorgung mit Kaffee, Kuchen und leckerem Fingerfood. Und so verwunderte es auch nicht, dass am Zielort alle Bleche und Kannen leer waren.

Am Ende der Reise war die Zug- bzw. Schulleitung der IGS Bodenfelde dann auch äußerst zufrieden. Das junge Organisationsteam, bestehend aus Elisa Neusel, Anne Paddags, Janika Argut und Melanie Otto, hatten ein tolles Reiseprogramm zusammengestellt. Gedankt wurde es ihnen durch einen praktisch ausgebuchten Zug, in dem auch über 50 ehemalige Schülerinnen und Schüler der IGS Bodenfelde mitfuhren. Somit wird es sicherlich auch 2014 an der Heinrich-Roth-Gesamtschule wieder einen Tag der offenen Tür geben.

Allerdings brauchen Interessierte und Freunde der IGS Bodenfelde gar nicht so lange zu warten. Bereits am Freitagnachmittag, dem 21. Juni 2013, präsentieren die Schüler die Ergebnisse ihrer Arbeit in der Projektwoche und laden schon jetzt ganz herzlich zu einem erneuten Besuch ein. Und auch für diese Reise braucht kein Besucher eine Fahrkarte. Einfach kommen, staunen und genießen.

(Sven Lenck, Michael Panchyrz)