img_6370_bearbeitetIm Rahmen des Kunstunterrichtes fuhr die Klasse 9a mit ihrem Kunstlehrer Elgnowski am 20.10.16 nach Lauenförde, wo die Firma TECTA  (www.tecta.de) 3 grosse, moderne, architektonisch sehr interessante Hallen (Architekten: Alison & Peter Smithson) in quasi unberührte Landschaft bauen ließ – in denen man ein Stück Designgeschichte sehen und erleben kann. Das Thema “DESIGN” steht im Jahrgang 9 auf dem Lehrplan und mit dieser kleinen Exkursion konnte alle “graue Theorie” über Bord geworfen werden: img_6377_bearbeitet TECTA zeigt neben der aktuellen Produktion originale Stühle aus den 1920er und 1930er Jahren – bis hin zu zeitgenössischen Entwürfen. Die kostbaren Originale werden von TECTA in Lizenz nachgebaut und weltweit in edlen Einrichtungs-Häusern  an zahlungskräftige, stilbewusste Kunden verkauft.

Diese Stühle stehen vor einem und erzählen manchmal ganze Geschichten: Versuchsreihen, Prototypen, Modelle, Zeichnungen … von der Idee bis zum funktionierenden Stuhl konnten die Schüler Denk- und Arbeitsprozesse nachvollziehen; anschaulich Hilfe leistete dabei das Ehepaar Eckebrecht, bei denen 2 parallele Führungen gebucht waren und das auf museumspädagogisch hohem Niveau die Schüler durch die Ausstellungsräume leitete.img_6364_bearbeitet

Die (damals – und heute) sensationelle Einfachheit des “Kragstuhl-Prinzips” ( ein Stuhl aus gebogenem Stahlrohrgestell, der quasi auf Kufen steht, schwingt und eigentlich nur 2 Beine hat) wurde erklärt und dem Plüsch und Pomp bürgerlicher Möbel der 20er/30er Jahre gegenübergestellt, es durfte sogar angefasst und ausprobiert werden – und am Ende gab es in Gruppen die Möglichkeit, selber aus Draht kleine Kragstühle zu biegen und mit Stoff zu beziehen.

Viel zu schnell ging die Zeit um und die Schüler mussten ihre 7 Sachen packen und den Zug nach Bodenfelde nehmen, um rechtzeitig wieder bei der IGS einzutrudeln.

Es ist wie ein kleines Wunder, hier inmitten der dörflichen Idylle des Weserberglandes so “coole” Architektur mit einem echten Stück “Bauhaus”- Designgeschichte sehen zu können – normalerweise muß man dafür nach Dessau oder in die grossen Museen der Welt fahren!

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