NeandertalAufregung herrschte unter den Schülern des 5. Jahrgangs der Heinrich-Roth-Gesamtschule Bodenfelde, als ihr Mitschüler Michael S. aus der 5b am Ufer der Düssel im Neandertal einen Knochen entdeckte. Sofort wurde eine Mitarbeiterin des Neanderthal-Museums tätig und besorgte Spatel und Pinsel, um die noch weiter in der Erde verborgenen Knochen vorsichtig auszugraben.

Dass die Schülerinnen und Schüler auch noch Grabungstechniken kennenlernen, damit hatten ihre Klassenlehrer nicht gerechnet, als sie die Fahrt nach Mettmann organisierten. Es ging vielmehr darum, nach der Unterrichtseinheit „Steinzeit“ im Gesellschaftslehreunterricht einen anschaulichen Eindruck des Lebens des Neandertalers zu bekommen. Bei einer Führung durchs Museum konnten die Schüler unter Beweis stellen, dass sie im Unterricht gut aufgepasst hatten und beantworteten selbstbewusst die Fragen der Museumsführer.

Danach ging es nicht mehr um die Theorie, sondern um die Praxis. In verschiedenen Workshops wurde den IGS Schülern vermittelt, welches Werkzeug die Neandertaler zur Jagd benutzten und sie stellten dann selbst ein Messer her, das sie stolz mit nach Hause nahmen. Andere wiederum versuchten sich im Umgang mit Speer und Speerschleuder und stellten sich dabei doch recht geschickt an. Ihnen wurde bewusst, wie geschicklich die Steinzeitmenschen gewesen sein mussten, um erfolgreich auf die Jagd zu gehen.

Ach ja, nachdem nach dem ersten Knochen noch Teile eines Schädels freigelegt wurden, stellte sich heraus, dass es sich um das Skelett eines Rehs handelte. Die Enttäuschung war aber dennoch nicht sehr groß. Einhellig befanden IGS Schüler und Lehrer, dass sich die Fahrt nach Mettmann gelohnt hatte.