Am 30. November frühmorgens traten die drei Klassen des 9. Jahrgangs der Heinrich-Roth-Gesamtschule Bodenfelde in Begleitung ihrer Klassenleitungen Maren Götz, Michael Panchyrz und Susanne Püngel die Fahrt nach Baunatal an, wo sie im Rahmen des AWT-Unterrichts das dortige VW-Werk besichtigten. Dies ist ein weiterer Bestandteil der intensiven Vorbereitung der IGS Schülerinnen und Schüler auf das Betriebspraktikum im Februar 2017.

Bei der Ankunft erstaunten die Gruppe gleich die Ausmaße des Firmengeländes und dieser erste Eindruck verstärkte sich bei der Besichtigung der Produktionsstätte. Über mehr als einen Kilometer zieht sich eine „Straße“ durch das Werk und so mancher Schüler verstand, warum „festes Schuhwerk“ eine Auflage für die Betriebsbesichtigung war. Nach einer Vorstellung der Eckdaten des Werks in Baunatal wurden die Schüler klassenweise von ehemaligen Mitarbeitern durch das Werk geführt und ihnen wurde anschaulich erklärt, wie die einzelnen Prozesse der Getriebeherstellung funktionieren.

Einen weiterer wichtiger Programmpunkt war die Vorstellung der Berufsakademie, wie der Ausbildungsbereich genannt wird. Große Teile dieser Führung wurden von zwei Auszubildenden übernommen, die den Gesamtschülerinnen und -schülern zum Teil aus eigener Erfahrung erläutern konnten, welche Ausbildungsberufe angeboten werden und wie die Ausbildung dann im Werk im Detail aussieht. Wussten sie selbst nicht allzu viel zu berichten, ließen andere Azubis zu Wort kommen, die bereitwillig, humorvoll aber vor allem schülernah auf alle Fragen antworteten.

Abschließend erfuhren die Neuntklässler der Heinrich-Roth-Gesamtschule auch noch, wie die Aussichten auf einen Ausbildungsplatz bei VW sind und, welche Fächer, welche Schlüsselqualifikationen notwendig sind und welche Auflagen beachtet werden müssen. Dabei war es interessant zu erfahren, dass Volkswagen wie ihre eigene Integrierte Gesamtschule Bewerberinnen und Bewerber sowohl mit Haupt-, wie Realschulabschluss und Abitur nach einem festgelegten Schlüssel einstellt. Positiv überraschend war sicherlich die Information, dass alle Azubis bei einem entsprechenden Ausbildungsabschluss eine Einstellungsgarantie haben. Nachdenklich wurde die IGs-Gruppe allerdings, als sie hörte, dass in den Bewerbungszeugnissen keine Fünfen, keine negativen Beurteilungen im Arbeits- und Sozialverhalten und vor allem kein einziger unentschuldigter Fehltag auftauchen dürfen.

Bevor nach diesem informativen Vormittag die Rückfahrt nach Bodenfelde angetreten wurde, hatte die Jahrgangsleiterin Maren Götz noch einen längeren Aufenthalt auf dem Weihnachtsmarkt in Kassel in das Tagesprogramm eingebaut. Somit bestand noch ausreichend Zeit, schon einmal die ersten Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Die Fortsetzung sowohl der Praktikumsvorbereitung wie des Weihnachts-Shopping findet bereits am kommenden Mittwoch statt, wenn der Jahrgang im Berufsinformationszentrum in Göttingen dessen Möglichkeiten zur Informationsbeschaffung bezüglich der Berufswahl oder auch des Findens eines guten Praktikumsplatzes intensiv nutzen wird.