Eine Bildungstheorie wird Schulprogramm

Heinrich Roth

Heinrich Roth (1906 – 1983), der in den letzten 10 Jahren seiner wissenschaftlichen Arbeit als Professor für Pädagogik
an der Georg-August-Universität in Göttingen arbeitete, verdanken wir als das Ergebnis seiner wissenschaftlichen Forschung den Einstieg in ein stärker dynamisches Verständnis des Begabungsbegriffes.Wenn aber die Begabung und damit die Leistungsfähigkeit eines jungen Menschen nicht durch seine Herkunft allein festgelegt ist, wie die Wissenschaft der Pädagogik es vor Heinrich Roth zu lehren pflegte, dann kommt der Schule die verantwortungsvolle Aufgabe zu, nicht nur die vorhandenen Fähigkeiten zu wecken, zu fördern und weiterzuentwickeln, sondern darüber hinaus durch mannigfache Lernangebote
und –impulse die ihr anvertrauten Schülerinnen und Schüler über das vorbestimmte Maß hinaus zu „begaben“.

Indem sich unsere Schule mit der Namensgebung auf Heinrich Roth beruft, stellt sie sich der Aufgabe, Schülerinnen und Schüler nicht am Maßstab dessen, was sie mitbringen, auszulesen und in Leistungskategorien zu sortieren, sondern vielmehr die von Roth benannte „unendlich offene Bildsamkeit“ eines jungen Menschen durch eine an seiner Persönlichkeit orientierte pädagogische Arbeit so zu fördern, dass die heranwachsenden Menschen flexibel und erfolgreich auf jene Herausforderungen reagieren können, die in ihrer Bewältigung das Fundament eines gelingenden Lebens bilden.

Unsere Schule ist offen für alle Kinder und Jugendlichen. Bei uns lernen und arbeiten Schülerinnen und Schüler aller Begabungen, Fähigkeiten und Talente aus allen sozialen Schichten zusammen.

Gruppe

Wir stellen uns mit unserer Pädagogik und unserem Unterricht sowohl auf leistungsstärkere als auch auf leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler ein.

Grundsätzlich gilt: Fördern statt Auslesen!

Dabei orientieren wir uns an einem ganzheitlichen und handlungsorientierten Ansatz.

  • Ausgehend von den Stärken und Schwächen unserer Schülerinnen und Schüler fördern und erweitern wir ihre Kompetenzen.
  • Wir stärken die Persönlich­keit und das soziale Lernen der Schülerinnen und Schüler.
  • Durch Formen individualisierten Lernens vermitteln wir solides Grundwissen und schaffen die Voraussetzung für den erfolgreichen Einstieg in Berufsausbildung und Studium.

Wir fördern das Zusammenleben und Arbeiten der Schülerinnen und Schüler durch feste Rituale und Regeln.

Wir sind eine Schule, die durch vielfältige Unterrichtsangebote die individuellen Fähigkeiten stärkt und fördert.

  • In den Jahrgängen 5 und 6 werden die Schülerinnen und Schüler in den Hauptfächern einmal wöchentlich von jeweils zwei Lehrerinnen und Lehrern in ihrer Lerngruppe unterrichtet.
  • In fachgebundenen Arbeitsgemeinschaften können individuell betreut fachliche Stärken weiter-entwickelt oder Defizite aufgearbeitet werden.
  • Eine zusätzliche Leseförderung in den Jahrgängen 5 und 6 verbessert die allgemeinen Lernvoraus-setzungen.
  • In Arbeits- und Übungs­stunden werden Auf­gaben aus ver­schiedenen Fächern bearbeitet, das Ge­lernte durch vielfältige Übungsformen gefestigt und das soziale Verhalten durch gemeinsames Ar­beiten  und Üben geför­dert.
  • Im Wahlpflichtunterricht der Schuljahrgänge 6 – 10 können die Schülerinnen und Schüler ihren Fähig­keiten und Neigungen entsprechend unterrichtliche Schwerpunkte setzen.

 

Wir sind eine Schule, die die Kooperation mit außerschulischen Institutionen vor Ort aktiv fördert.

  • Die Zusammenarbeit mit Industrie- und Wirtschaftsbetrieben,
  • ein intensives Bewerbungstraining,
  • eine regelmäßige Präsenz der Agentur für Arbeit zur Berufs­beratung
  • sowie ein problemloser Übergang in die Oberstufe der IGS Göttingen-Geismar bei einem entsprechenden Schulabschluss

verbessern die Berufschancen unserer Schülerinnen und Schüler.


Unsere Schule ist eine Ganztagsschule

Das gemeinsame Leben und Erleben in der Ganztagsschule stärkt und fördert die soziale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler.

Eine Mittagsfreizeit (Montag bis Donnerstag) unterteilt den Schultag in Vor- und Nachmittagsunterricht.

In der Mittagsfreizeit können die Schülerinnen und Schüler

  • jahrgangsübergreifend an Sport-, Musik- und Bastelangeboten teilnehmen,
  • die Bibliothek sowie den Computerraum nutzen,
  • in unserem von Fachkräften betreuten Freizeitbereich („Dueso“)  spielen,
  • in der Teeküche klönen,
  • in der Mensa essen  und trinken.

Die außerunterrichtlichen An­gebote und Begegnungen stärken die vertrauensvolle Zu­sammenarbeit zwischen
Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften.


In unserer Schule fördert fächerübergreifendes, praxis- und projektorientiertes Lernen eine ganzheitliche Sichtweise

Traditionell setzen sich Schülerinnen und Schüler im Bereich von Schule mit ihrer Umwelt aus der spezifischen Sicht eines Schulfaches auseinander.

  • Fächerintegrierter Unterricht in den Bereichen Naturwissen­schaft, Gesellschaftslehre und Arbeit, Wirtschaft, Technik,
  • ein vielfältiges Angebot von Wahl­pflichtkursen,
  • Projektwochen und Projekt­tage,
  • Exkursionen und Klassenfahrten,
  • Schüleraustauschfahrten (z.B. Frankreich, USA)
  • Betriebspraktika in der 9. Klasse

sind unsere Angebote  an Schülerinnen und Schüler, sich
mit einer zunehmend kom­plexen Realität auch in unterrichtlichen Zusammenhängen angemessen auseinan­der zu setzen.


Unsere Schule schaut bei Konflikten nicht weg, sondern bemüht sich um eine aktive Gewalt- und Drogenprävention.

Das gesellschaftliche Umfeld konfrontiert Jugendliche zunehmend mit Gewalt- und Drogenkonsum in unterschiedlichen Ausprägungen und Erscheinungsformen.

Dem begegnen wir durch

  • regelmäßige Unterrichtsprojekte zur Gewalt- und Drogenpräven­tion,
  • kontinuierliche Ausbildung von Bus-Scouts in Zusammenarbeit mit Busunternehmen und Polizei,
  • sofortiges Eingreifen und Aufarbeiten von Gewalt:
  • Konfliktmanagement in den Tutorenstunden durch die Klassenlehrerin/den Klassen­lehrer
  • Mediationsgespräche mit Kon­fliktlotsen und Erzieherinnen
  • Gesprächsangebote der Bera­tungslehrerin
  • Transparente und konse­quente Umsetzung des schulischen Erziehungs­konzeptes,

Zusammenarbeit mit Erziehungs­beratungsstellen, dem Jugendamt und der Polizei.


Wir sind eine Schule, die ihre Ziele in gemeinsamer Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern, Eltern, Schülerinnen und Schülern erreicht.

  • Lehrerinnen und Lehrer arbeiten in Jahrgängen
    und Fächern zusammen.
  • Eltern, Schülerinnen und Schüler bringen ihre Interessen auf den verschiedenen Ebenen der schulischen Entscheidungsprozesse ein.
  • Für ein erfolgreiches Miteinander setzen wir gegenseitige Wertschätzung, Verantwortungs-bereitschaft, Information, Transparenz und Kommunikation bei allen Beteiligten voraus.