Am Dienstag, dem 20. November 2018, wanderten die Siebtklässler nach Lippoldsberg, um nach Spuren des Mittelalters zu suchen. Ziel der Wanderung war die Klosterkirche in Lippoldsberg. Dort stand für unsere Schüler erlebte Geschichte auf dem Stundenplan.

Mit Pfarrer Herrn Trappe, Kantor Herrn Seimer, Willfried Andrich als Gastreferent und den Klassenlehrern erforschten sie die Umgebung, den Aufbau und die Geschichte des ehemaligen Klosters. Interessiert folgten die Schüler den Ausführungen von Willfried Andrich, der interessante Dinge aus dem Alltag eines Klosters erzählte. Mit Hilfe von Bildern erfuhren sie außerdem viel über die Geschichte und die Entstehung des Klosters. Warum es gerade in Lippoldsberg entstand, wurde dabei genau untersucht.

Weitere Geheimnisse über das Kloster erfuhren die Gesamtschüler anschließend durch die Religionslehrerin Kim Meissner, die sich mit ihnen auf Entdeckungsreise rund um das Kloster begab. Dabei wurden die Schüler auch auf die Geschichte des Lippold, der Statue vor dem Kloster, aufmerksam gemacht.

In der Station Klosterkirche erkundeten die kleinen Forscher gemeinsam mit Pfarrer Trappe die Kirche nur mit den Augen und ohne Worte. Der Rundgang begann vor der Kirchentür mit dem Entzünden einer Kerze, dabei herrschte in allen Klassen völlige Ruhe und keiner sprach. Jeder konnte bei diesem leisen Rundgang auf seine eigenen Gedanken hören. Am Ende der Erkundung erfuhren die Schüler Geheimnisse über die Kirche und das Klosterleben. Besonders spannend fanden sie den Zugang der Nonnen, den „Nonnensteig“, zur Kirche in zwei Metern Höhe an der Kirchenwand. Am Modell wurde das Geheimnis der Tür gelüftet.

Für die dritte Station des erlebten Unterrichts durften alle gemeinsam mit Pfarrer Trappe die engen Stiegen des Kirchturms aufsteigen und den Kirchturm besichtigen. Nach einer kurzen Zwischenstation an der 122 jährigen Kirchturmuhr begann die letzte Etappe des Aufstiegs über den Glockenboden ganz nach oben in die Turmspitze. Von ganz oben sahen die Schüler dann sogar ihre Schule in Bodenfelde.

Über die engen Stiegen begannen die Siebtklässler dann den Abstieg, der sie zur vierten Station des Projekttages führte. Auf dem Orgelboden wurden sie von Kantor Seimer über den Aufbau und die Arbeitsweise der Orgel unterrichtet. Die Schüler probierten einzelne Pfeifen aus und erkundeten die Tonhöhen. Gemeinsam sangen alle hier ein Weihnachtslied. Begleitet wurden sie von Kantor Seimer auf der Orgel.

Nach einem gemeinsamen Jahrgangsfoto trafen sich alle wieder in der Klosterkirche für ein Schlusswort und ein Dankeschön an Pfarrer Trappe, Kantor Seimer und Willfried Andrich. Mit neuen Eindrücken und nach einer Pause gestärkt, wanderten gegen 12 Uhr alle Schüler mit ihren Klassenlehrern zurück nach Bodenfelde zur IGS.