Im_Zwinger_2Bei frühlingshaftem Wetter einen Weihnachtsmarkt zu besuchen beschert in diesem Jahr für viele eine etwas ungewohnte vorweihnachtliche Stimmung.
Entschädigt wurden die Schülerinnen und Schüler des 7. Jahrgangs der Heinrich-Roth-Gesamtschule allerdings mit einer beeindruckenden historischen mittelalterlichen Kulisse der Stadt Goslar. Dorthin führte eine Tagesfahrt am Montag , dem 21. Dezember 2015, dem vorletzten Schultag vor den Weihnachtsferien.
Stadtführung_am_Modell_Goslars Doch bevor man sich mit allerlei Köstlichkeiten auf einem der schönsten deutschen Weihnachtsmärkte verwöhnen und vielleicht noch das eine oder andere kleine Weihnachtsgeschenk kaufen konnte, führte der Weg für die drei Klassen, begleitet von den Lehrern Hagen Schweitzer, Elisa Neusel und Andreas Heinrich unter sachkundiger Führung zu verschiedenen markanten Orten der mittelalterlichen Stadt.
Ausgangspunkt der „Zeitreise“ ins Mittelalter war die Kaiserpfalz. Beim weiteren Stadtrundgang wurden die Schüler immer wieder auf die Besonderheiten und Bauweisen einer mittelalterlichen Siedlung, die ihren Ursprung als „Lager an der Gose“ bereits im 10. und 11. Jahrhundert hatte. Besichtigt wurden weiterhin das alte Hospiz und der Zwinger. Vom Dach des Zwingers hatte man nicht nur einen hervorragenden Überblick über die Stadt. Spannend für alle waren vor allem die im Zwinger ausgestellten Waffen und Foltergeräte, die man teilweise sogar selbst „ausprobieren“ konnte.
Während der Mittagszeit stand dann für einen gemütlichen Bummel über den Weihnachtsmarkt zur Verfügung. Begleitet von verführerischen Gerüchen und weihnachtlicher Musik kam dann bei blauem Himmel doch noch vorweihnachtliche Stimmung auf. Schließlich war der Markt auch bereits während der Mittagsstunden gut besucht.
Roder_Stollen_Rammelsberg„Glück auf“ hieß es dann am Nachmittag. Die Klassen fuhren ein in Begleitung erfahrener Bergmänner zu einer Besichtigung eines weiteren Weltkulturerbes, des Bergbaumuseums Rammelsberg. Von der historischen Bedeutung der Bodenschätze des Rammelsberges für das Entstehen der Stadt Goslar hatten die Kinder bereits am Vormittag erfahren. Jetzt bekamen sie auch einen sinnlichen Eindruck von der harten Arbeit der Bergleute in der Untertagewelt. Zu Fuß ging es durch den historischen Roeder-Stollen, vorbei an riesigen Wasserrädern, die damals zum Heben von Erzen und Wasser verwendet wurden.
Nach einem erlebnisreichen Tag ging es schließlich mit dem Bus wieder zurück nach Bodenfelde.