Weimarer Republik. Aufbruch in eine neue Zeit. Demokratie und die Anfänge der Gleichberechtigung. – Über diese Themen hatten sich unsere Neuntklässler auf einer zweitägigen Studienfahrt in der Kulturhauptstadt Weimar informiert. Jetzt wollten sie ihre Erkenntnisse aber auch im regionalen Umfeld vertiefen. Deshalb besuchten die Schüler das hervorragend ausgestattete und eindrucksvoll hergerichtete Museum Uslar. In zwei Führungen mit Stefan Schäfer, Archivleiter im Stadtarchiv Hann. Münden, und Dr. Daniel Althaus, Stadtarchivar und Museumsleiter in Uslar, erlebten sie lebendige Heimatgeschichte.

Sie erfuhren erneut, dass nach vier Jahren Krieg, Millionen Toten, Elend und Hunger kriegsmüde Matrosen im November 1918 eine Revolution in Deutschland ausgelöst hatten. Mit einigen Wochen, teilweise sogar Monaten Verspätung begann dieser Aufbruch in die Weimarer Republik dann auch in den Dörfern und Kleinstädten zwischen Weser und Leine. Und so unterstützten auch aus dieser Region Frauen und Männer die Bestrebungen für eine demokratische Verfassung 1919 in Weimar.

Spannend für die Neuntklässler war aber auch die Dauerausstellung über den Alltag der Sollinger. Wirtschaftsgeschichte mit Leinenwebern, Pfeifenmachern und Zigarrendrehern, aber auch Sollinger Eisenhütte und Holzindustrie beeindruckten die Schüler. „Ich hätte nie gedacht, dass die Landfrauen so hart arbeiten mussten. Sie mussten nicht nur den Haushalt führen, sondern auch Kinder erziehen und mit in der Landwirtschaft helfen“, bewunderte Emily Kulp (9b) deren Leistung. „Dieser Besuch im Museum war echt toll.“